Sehenswerte Auftritte und Fotos

In den letzten 20 Jahren traten wir schon öfter gemeinsam mit unserem Falkner- und Jagdfreund, Konsulent Josef Hiebeler bei Falknervorführungen vor herrlichen Kulissen wie der Rosenburg, der Burg Werfen, den Schlössern Laxenburg und Weinberg auf, um diese mit Jagdmusik in unserer typischen Parforcetracht zu umrahmen.

Im Frühjahr trat unser Freund Kons. Josef Hiebeler wieder an uns heran mit der Bitte, die Auftritte der österreichischen Falkner beim Weltfalknerfestival in England mitzugestalten.
Wir zögerten nicht lange, sagten zu und intensivierten unsere Probenarbeit unter Leitung von Hornmeister Hans Brandstetter.

Im Juni 2009 wurde es ernst, die Flüge wurden gebucht und einige Tage vor der Abreise gab es noch eine Lagebesprechung mit Hiebeler.
Mag. Christopher Böck als Vertreter des O.Ö. Landesjagdverbandes wurde ebenfalls dorthin entsendet. Gemeinsam mit ihm und 5 Parforcjagdhornbläsern aus der Kremser Gegend flogen wir am 10. Juli 2009 von Wien nach London, wo wir von Herrn Mayer, einem österreichischen Falkner empfangen und ins etwea 40 km entfernte Hotel in Reading begleitet wurden. Hier trafen wir auf die österreichische Falnknerdelegation, sowie auf 4 böhmische Bläser, die ebenfalls das Fest mitgestalten halfen.

Am 11. Juli 2009 wurden wir mit Bussen ins wenige Kilometer entfernte Schlossareal „Englefield Estate“ gebracht, wo auf einem Teil des, über 100 ha grossen Parkareals mit sehenswertem Baumbestand, vor dem Hintergrund eines wunderschönen Schlosses im Tudor Stil diese Veranstaltung stattfand.

Hier trafen sich viele Nationen, die mit Vögeln jagen. Über das ganze, fast ebene Gelände mit einem malerischen See in der Mitte, waren für die entsprechenden Länder typischen Unterkünfte aufgebaut, wo sie Jagd-, Falknereiartikel Souvenirs präsentierten und verkauften. Häufig waren auch deren Greifvögel daneben zur Besichtigung ausgestellt. Der hohe Stellenwert der arabischen Falknerei wurde in einer sehr aufwendigen Vorführung dargestellt, wobei auch die Kultur und Lebensweise dieser Länder uns und den vielen Besuchern nahe gebracht wurden und wo wir auch deren Gastfreundlichkeit genießen konnten. Bei einer dieser Gelegenheiten wurde dem Kulturminister von ABU DHABI eine CD von uns überreicht. Beeindruckend waren aber auch die Vorstellungen einiger asiatischer Länder wie China, Kirgisien, Kasachstan und noch viele andere mit ihren landestypischen Jagd- und Musikinstrumenten.Die Falknerei als Teil der Jagd aus der Geschichte heraus mit ihren historischen Trachten und Jagdgegenständen soll nun zum "Kulturerbe der UNESCO" erhoben werden, weshalb von den einzelnen Ländern Abgeordnete ensandt wurden, um die Aufnahmewürdigkeit zu beurteilen. Die sehr hoch stehende österreichische Falknerei- und Jagdkultur brachten eben wir, Hiebeler mit seinen Greifvögeln und wir mit unserer Jagdmusik den anwesenden Abgeordneten und den Zusehern und Zuhörern nahe.
Uns wurde die grosse Ehre zuteil, den Einmarschzug bei der Eröffnung anzuführen, was uns natürlich größte Aufmerksamkeit und Bewunderung bescherte. Hinter uns folgten Falkner aus fast 60 Ländern aus allen Kontinenten. Die Engländer als Hausherren marschierten als Letzte mit ihren Fahnen und Falken ein. Um 10.00 Uhr nahmen wir im Festgelände Aufstellung und eröffneten diese farbenfrohe Veranstaltung mit der englischen Hymne „God save the Queen“.

Die Österreichische Delegation bot nachmittags den vielen Schaulustigen mit 4 Reitern und einer Falknerin unter der Leitung von Konsulent Josef Hiebeler während die Bläsergruppen ihren Auftritt untermalten, einen grandiosen Auftritt. Die virtuosen Vorführungen der österreichischen Falkner verfolgten sogar die Araber mit gehörigem Staunen.
Im Österreicherzelt, das im Zentrum des Veranstaltungsgeländes aufgebaut war wurde tagsüber von einem Kärntner Musikerduo Volksmusik dargeboten, dazu gab es österreichische Kost und Getränke. Ein junger, ausgesprochen schöner, ganz dunkler Gerfalke präsentierte sich vor dem Zelt.
In unserer traditionellen Stiefeltracht spielten wir an beiden Tagen vor, oder in den Zelten und Hütten verschiedener Länder.
Am 11. Juli 2009 abends wurden alle zu einem Folkloreabend eingeladen und jede Nation stellte sich musikalisch vor. Eine Welt voller Gegensätze – vom tiefsten Asien bis hin zum modernen Abu Dhabi verbindet die Falknerei.

Prinz Andrew, vom englischen Königshaus, wurde auf dem Gang durchs Gelände von uns mit der englischen Hymne empfangen.
Auch an diesem Tag spielten wir verschiedenste historische Stücke bei den einzelnen mitwirkenden Gruppen.

Rückblickend war es eine sehr gelungene Veranstaltung mit viel historischem Hintergrund.

Wir hoffen, dass wir mit unserer musikalischen Umrahmung einen kleinen Teil zur Völkerverbindung und -verständigung auf dem Gebiet der Jagd und Falknerei beitragen konnten und glauben, Österreich würdig vertreten zu haben und wünschen uns natürlich, dass unser Beitrag mitgeholfen hat die ÖSTERREICHISCHE JAGDKULTUR ins "WELTKULTURERBE DER UNESCO" aufzunehmen, dazu beitragen konnten.

Schriftführer
Rudolf Freudenthaler